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Am 11.01.2026 wurde der Löschzug Siezenheim gemeinsam mit der Betriebsfeuerwehr um 08:36 Uhr zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb alarmiert. Nach kurzer Zeit rückte Tank Siezenheim zum Einsatz aus.
Als ersteintreffender stellte der Einsatzleiter gemeinsam mit dem zuständigen Brandschutzbeauftragten vor Ort eine Rauchentwicklung in mehreren Kellerabteilen fest. Zusätzlich ergaben die Aussagen mehrerer Mitarbeiter, dass sich möglicherweise noch ein Arbeiter im Keller aufhielt und als vermisst galt. Die sofortige Personensuche hatte damit zunächst oberste Priorität. Durch die Auslösung mehrerer Brandmelder an unterschiedlichen Standorten sowie die starke Verrauchung konnte der Brandherd zunächst nicht eindeutig lokalisiert werden.
Aufgrund dieser Lage alarmierte der Einsatzleiter über die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) einen bestätigten Brand und löste einen Sirenenalarm für den Löschzug Siezenheim aus, um weiteres Personal nachzuführen. Zusätzlich wurde der Löschzug Wals nachalarmiert.
Im weiteren Verlauf traf der Löschzug Siezenheim mit einem Kleinlöschfahrzeug (KLF) sowie einem Versorgungsfahrzeug (VF) ein. Der Löschzug Wals unterstützte den Einsatz mit mehreren Fahrzeugen, darunter ein Tanklöschfahrzeug, mehrere Atemschutztrupps sowie ein Versorgungsfahrzeug, mit dem ein Atemschutzsammelplatz eingerichtet wurde.
Zunächst stand die Suche nach der vermissten Person im Mittelpunkt. Unter schwerem Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in die Kellerbereiche vor, um den Vermissten aufzusuchen. Glücklicherweise konnte sich die betroffene Person nach kurzer Zeit selbst unverletzt in Sicherheit bringen, sodass keine Rettung mehr erforderlich war. Nachdem die Personensuche erfolgreich abgeschlossen war, konnte die Mannschaft sich vollständig auf die Brandbekämpfung konzentrieren.
Da es sich um einen vermuteten Glutbrand handelte, war der Brandherd nicht offen ersichtlich und musste zunächst mithilfe von Wärmebildkameras lokalisiert werden. Diese aufwendige Suchphase erforderte einen erhöhten Einsatz von Atemschutztrupps und führte zu einem entsprechend hohen Atemluftbedarf.
In weiterer Folge wurden mehrere Atemschutztrupps über unterschiedliche Zugänge zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die aufgefundenen Glutnester wurden mit mehreren C-Strahlrohren gezielt abgelöscht. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde zusätzlich das Löschfahrzeug Viehhausen nachalarmiert, um ein weiteres Be- und Entlüftungsgerät einzusetzen und die Kellerbereiche rauchfrei zu bekommen. Nachdem diese Maßnahmen Wirkung zeigten, wurde zusätzlich „Last Grödig“ mit einem akkubetriebenen Be- und Entlüftungsgerät angefordert.
Um die Sicherheit zu gewährleisten und die Ortskenntnis optimal zu nutzen, wurden die Atemschutztrupps so aufgeteilt, dass jeweils ein Mitglied der Betriebsfeuerwehr zusammen mit zwei Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr vorging. Dadurch wurde sichergestellt, dass die freiwilligen Einsatzkräfte sich in den komplexen Kellerbereichen nicht verirrten oder unnötige Risiken eingingen. Gleichzeitig konnten so die Kräfte der Betriebsfeuerwehr effizient bei der Brandbekämpfung unterstützt werden.
Um 10:27Uhr, nach einer Einsatzdauer von rund 2 Stunden, konnten alle Glutnester erfolgreich abgelöscht werden. Die betroffenen Kellerabteile wurden umfassend belüftet, während durch die Betriebsfeuerwehr angrenzende Anlagenteile kontrolliert wurden. Anschließend wurde die Einsatzstelle an die Betriebsfeuerwehr übergeben und die Ortsfeuerwehr konnte wieder einrücken.
Im Einsatz standen:
BTF: TLF-A, LF-A, KDO
LZ Siezenheim: TLF-A, KLF-A, VF-A, MTF
LZ Wals: KDOF, TLF-A, Last, DLK 23-12, MTF
LZ Viehhausen: LF-A
FF Grödig: LAST 2
Rote Kreuz: RTW, GKTW, EL
Polizei: 1x Streifenwagen
11.01.2026